
Geschichte
Birkenpech und Naturasphalt gelten als die frühesten bekannten Klebstoffe.
Höhlenmalereien lassen darauf schliessen, dass bereits im 7. Jahrtausend v. Chr. die Bindekraft von Blut und Kasein bekannt war. Ausgrabungen in Ägypten und Mesopotamien belegen die Verwendung von Glutinleimen bereits lange vor der Zeitenwende.
Sowohl im antiken Griechenland wie im römischen Reich kannte man bereits die unterschiedlichen Eigenschaften verschiedener Leime, die aus Tierknochen, Häuten und Fischabfällen gewonnen wurden.
Schreinerarbeiten aus der Zeit um 1500 v. Chr. sind auch heute noch mit stabilen Verklebungen erhalten.
Bis ins 16. Jh. verfeinerte sich das Verfahren der Leimherstellung, ohne sich grundlegend zu ändern. Die Bedürfnisse neuer technologischer Entwicklungen, wie dem Buchdruck und der Furniertechnik beeinflussten die Herstellungsverfahren der Leime.

Erst mit der Einführung der Weissleime auf Erdölbasis zu Beginn des 20. Jh. wurden die tierischen Glutinleime allmählich verdrängt.
