Die hier ausgestellten Materialien sind:
1. Knochenleim, Tafeln
Aus gekochten Tierknochen gewonnen, zu flachen Tafeln getrocknet. Meist gelblich bis braun. In Wasser quellen lassen, dann erhitzen, um ihn zu verarbeiten. Etwas härter und spröder als Haut- oder Hasenleim.
2. Knochenleim, Perlen
Gleiche Grundsubstanz wie Knochenleim in Tafeln, aber zu kleinen Perlen oder Granulat geformt. Lässt sich besser dosieren und lagern. Härter und weniger elastisch als Hautleim, gut für starre Verbindungen.
3. Hautleim
Aus gegerbter Tierhaut (meist Rinderhaut) gewonnen. Weicher und elastischer als Knochenleim, etwas bessere Alterungsbeständigkeit, Standardleim im Geigenbau für Decken-, Boden- und Zargenverbindungen.
4. Hasenleim
Sehr feiner Hautleim aus Hasen- oder Kaninchenhaut. Besonders elastisch und klar, beliebt in Restaurierung und für Grundierungen, wo wenig Spannung erwünscht ist. Trocknet zu einem glatten, wenig spröden Film.
5. Fischleim
Aus Fischblasen oder Fischhaut (meist Stör) hergestellt. Bleibt lange elastisch, haftet auch bei niedrigen Temperaturen und auf glatten Oberflächen. Wird oft für Restaurierungen oder empfindliche Furniere genutzt.
