Fränzli-Musig aus Graubünden

Die Fränzlis am Inn zwischen Silsersee und Silvaplanersee, ca. 1890. Quelle: www.fraenzlis.ch

Die Fränzlimusik aus Graubünden ist benannt nach dem Geiger Fränzli Waser. Er kam 1858 in Tschlin als Sohn jenischer Bauern auf die Welt und war von Geburt an blind. Seine Ausbildung zum Geiger soll er in Milano erhalten haben. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz gründete er mit Mitgliedern seiner Familie eine Musikformation, die einen sehr eigenen Stil pflegte. Den Schweizer Ländler, den man heute noch als „Fränzli-Musig“ kennt.

Wasers Ensemble spielte nicht nur für die Kurgäste - für 10 Franken pro Nacht unterhielten sie in St. Moritz-Bad die Kutscher und Fuhrleute. Ein beachtlicher Lohn für damalige Verhältnisse.

Waser starb im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen eines Hufschlages.