Ende des 19. Jahrhunderts bestehen die Streichmusiken in der Regel aus ein oder zwei Geigen, Bass, gelegentlich auch Cello und dem Hackbrett.

Im Appenzell ist die Volksmusiktradition im 19. Jh. bis in die bürgerliche Mittelschicht etabliert. Streichmusiktraditionen wie die «Brogermusik» und der «Altfrentsch» reichen bis ins 18. Jh. zurück. Vor allem im Appenzell, aber auch in anderen Gegenden der Schweiz erhalten sich die Streichmusiken bis zum heutigen Tag.
Ab etwa 1895 bildete sich die Quintettformation, seither bezeichnet als „Original Appenzeller Streichmusik“. Besetzung: zwei Geigen, Hackbrett, Cello und Streichbass.

Ihre Blütezeit erlebte die Appenzeller Streichmusik gegen 1900. Ensembles wie das «Quintett Appenzell» profitieren dabei in Kur- und Gasthäusern vom aufkommenden Tourismus.
Bis zum heutigen Tag wird die Tradition der Appenzeller Streichmusik von Geigern wie Noldi Alder u.a. weitergeführt.
