Der Mythos des Geigenbauers, der Bäume anklopft um ihre Resonanzfähigkeit zu prüfen ist ungebrochen. Viele qualitative Merkmale des Holzes lassen sich aber erst nach dem Fällen des Baumes erkennen. Klangholzhändler haben sich heute darauf spezialisiert das gefällte, und aus dem Wald abtransportierte Holz in Qualitätsstufen zu selektionieren und für den Geigenbauer vorzuschneiden. Das war nicht immer so: Stämme wurden unter erheblichem Aufwand in reissenden Gebirgsbächen getriftet und wochenlang geflösst ehe sie an ihren Bestimmungsort kamen.
