Auf der Suche nach dem optimalen Klangholz berücksichtigt man im Geigenbau auch die Tatsache, dass von den italienischen Meistern des 18. Jh. Holz verwendet wurde, dass vorwiegend aus dem Alpenraum und dem Balkan durch Flösserei transportiert worden ist.

Auch ist bekannt, dass z.B. in Venedig Holz in den Gewässern der Lagunen vor dem Aufschneiden gelagert wurde um Insektenbefall zu verhindern. Das lange Treiben der Holzstämme im Wasser verändert wichtige Eigenschaften des Holzes. Insbesondere durch das Ausschwemmen von Mineralien und Nährstoffen trocknet das Holz schneller als nicht gewässertes Holz. Zudem wird es etwas leichter und verzieht sich weniger. Eigenschaften, die sich für den Bau von Geigen günstig auswirken. Auch heute noch wird das Schwemmen des frisch geschlagenen Holzes, meist in fliessenden Gewässern über mehrere Wochen praktiziert.
