Geschichte des Handels

Bereits Leopold Mozart und Louis Spohr empfahlen ihren Schülern, alte Violinen neu gebauten vorzuziehen.

"Zum Solo-Spiel eignen sich nur alte und ausgespielte Violinen" urteilte Spohr in seiner Violinschule von 1833. Leider seien diese aber "grösstenteils in den Händen reicher Dilettanten und daher selten und theuer".

Der Handel mit alten Streichinstrumenten reicht bis ins 18. Jh. zurück. Graf Cozio di Salabue (1755-1840) oder Luigi Tarisio (1790-1854) zählen zu den ersten erfolgreichen Händlern alter Streichinstrumente.  

Paris und London sind bereits im 19. Jh. die wichtigsten Zentren des Handels. Firmen wie W.E. Hill & Sons (London) oder Gand & Bernardel (Paris) locken ihre Kunden von weither.
Im 20. Jh. entwickelt sich der Handel mit alten, wertvollen Streichinstrumenten dann endgültig zum lukrativsten Erwerbszweig im Geigenbau.